Fotos-Ludwigshafen: Trauer nach Bluttat
MP. Ludwigshafen. Der 23-Jährige, der gestern einen Lehrer an einer Berufsschule in Ludwigshafen getötet hat, verfügte über ein größeres Waffenlager. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, fanden die Beamten in seiner Wohnung 16 Schusswaffen, darunter Schreckschuss-, Luftdruck- und so genannte Gotcha-Waffen.
Zudem entdeckte der Entschärfungsdienst des Landeskriminalamtes Chemikalien, die zum Bau von Sprengsätzen geeignet sein können. Sie werden derzeit beim LKA untersucht.
Wie die Obduktion des Opfers ergab, starb der 58-jährige Lehrer an einem Stich durch die Brust, der das Herz verletzte. Der Mann verblutete demnach. Insgesamt habe der 23-Jährige seinem Opfer mehrere Messerstiche zugefügt.
Der mutmaßliche Täter sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Das sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Frankenthal, Lothar Liebig, heute. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erging Haftbefehl wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen. Bei seiner Vernehmung durch den Richter machte der Beschuldigte heute keine weiteren Angaben.
Der Ex-Schüler der Schule hatte bereits gestern gestanden, aus Wut über schlechte Noten den Lehrer erstochen zu haben.
Nach der tödlichen Messerattacke wollen die Ermittler nun die Hintergründe der Tat erhellen. So gehe man Hinweisen auf Aktivitäten des mutmaßlichen Täters im Internet nach, sagte Liebig. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, deuten schriftliche und elektronische Aufzeichnungen des 23-Jährigen darauf hin, dass sich der junge Mann mit vorangegangenen Amoktaten befasst und möglicherweise bereits vor einiger Zeit mit der Planung einer eigenen Gewalttat begonnen hat.
Der Ex-Schüler soll laut \”Rhein-Zeitung\” in sozialen Netzwerken als Hobbys \”Schützensport & alles was mit Waffen zu tun hat\” angegeben haben. (morgenweb)
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